da draußen wartet noch ein Leben auf dich…!
Geschrieben von Dr. Schönbach - 19.05.08 um 19:05 UhrFassen wir das Wochenende trotz Schreibunlust mal zusammen. Ich war bei der Theater AG Vorführung am Freitag, hab aber vom Stück nicht viel mitbekommen, weil ich die ganze Zeit mit Fotografieren beschäftigt war. Danach gabs dann ne Assi-Bilder-Session mitm Arnold und ein paar der Darsteller. Samstag hab ich es irgendwie nach Bottendorf zur Bandprobe geschafft, wo wir einem sehr geilen Text eine sehr geile Melodie verpasst haben. Quasi ist das Lied jetzt Geil². Danach wurde bei mir vorgetrunken, ShiSha geraucht und Wii gespielt, um anschliessend im Havanna super Laune zu haben und gut gestimmt in Franzis Geburtstag reinzufeiern. Zwischenzeitlich hatte ich mich auf der Toilette (unabsichtlich!) eingeschlossen, der Sänger von Project54 hat netterweise die Tür eingetreten und mich später dann noch auf die Bühne geholt, damit wir diese unglaublich lustige Story mit allen teilen können. Was noch.. Ach ja. Auf dem Weg zu McDonalds zog ein riesen Einkaufswagen unsere Aufmerksamkeit wie das Licht die Mücken an. Reingeklettert, Fotos gemacht, weitergewatschelt. Irgendwann um 4 Uhr lag ich dann im Bett. Sonntag Abend hab ich dann nochmal der Theater AG 5 Euro gespendet, indem ich eine Karte gekauft hab. War zwar ungemütlich da hinten auf den billigen Plätzen, aber diesmal hab ich mehr von dem Stück mitbekommen, weil ich das Fotografieren auf die After-Show-Party und die Verabschiedung der 13er beschränkte. Gegen 1 war dann Schluss mit wach sein.
[Ironie AN]Gut gelaunt[Ironie AUS] und völlig schlaftrunken brachte ich dann einen durchaus beschissenen Tag an der Arbeit hinter mich.
Ich bin im Moment gut gelaunt, weil ich weiss, welches Objektiv ich mir als nächstes für Emily kaufe, ich bin schlecht gelaunt weil es 649 Euro kostet und ich heute 15 Euro für 4 Passbilder bezahlen musste, ich bin depressiv, weil ich mir MTV Noise: Top 10 Coldplay Videos angeguckt habe. Sollte man nicht machen, wenn man eh schon anfällig für Traurigkeit ist.
Was mich aber seit Samstag immer wieder ein bisschen hochzieht ist die kleine "Notiz", die neben einer Einladung in einem Brief zu finden war. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal jemanden so umarmen wollte. Es ist eine Kleinigkeit, eine kleine Aufmerksamkeit. Ein Zettel mit Worten darauf. Aber irgendwie bedeutet mir diese Notiz verdammt viel und ich trage sie ab sofort immer in meinen Portmonai mit mir. Ich bin zu Tränen gerührt und möchte mich an entsprechender Stelle bedanken, also: Dankeschön! :-)
Fluchtversuch
Geschrieben von Dr. Schönbach - 02.05.08 um 09:05 UhrMein ganzes Leben lang hatte ich Angst vor Veränderungen. Nicht die, die schleichend kommen und teilweise Monate oder sogar Jahre brauchen, bis sie sich in ein Leben integriert haben, sondern vor den Abrupten. Mein Schulwechsel von Frankenberg nach Kirchhain ist da wohl das beste Beispiel. Doch im Moment sehnt sich mein Leben nach einem Neuanfang. Ich will hier weg. Einfach woanders hin und kann es kaum noch erwarten bis im Januar das Studium beginnt und ich nach Köln ziehen kann. Zu deprimierend ist mein Leben in letzter Zeit. Nichts will mehr klappen. Wenn ich gehe nehme ich die guten Erinnerungen an diesen Ort, an dem ich groß geworden mit, die schlechten, die sich in letzter Zeit häufen, lass ich hier. Vielleicht liegt es auch genau daran, dass der Drang des Tapetenwechsels momentan so groß ist; mir ist lang nichts mehr Gutes passiert. Etwas, das einen von Kopf bis Fuss mit Glück erfüllt. Zwar macht das meiste immer noch Spass, aber es fehlt etwas. Quasi das "Gewisse Extra". Der monotone Alltag, vor dem ich mich vor kurzen noch gefürchtet habe ist nun da. In voller Präsenz. Und ich versuche zu fliehen. Das liegt in der menschlichen Natur. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass die Konfrontation meist schlecht für mich ausgeht und außerdem bringt sie mich nicht weiter. Neu anfangen. An einem anderen Ort.
Doch mein Fluchtversuch, der mich wenigstens für ein paar Tage aus dem Dunkel gerissen und mir vielleicht einen klaren Kopf beschert hätte, um meine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten schlägt fehl:

Vom Leben habe ich aber gelernt, dass man immer eine zweite Option haben sollte. Bleibt also nichts anderes als zu hoffen, dass Plan B erfolgreich wird.
.left alone
Geschrieben von Dr. Schönbach - 21.04.08 um 21:04 UhrDer Abend hat einen Hang zum Dramatischen und daran ist nicht nur die äußerst traurige Folge von Scrubs Schuld. Man versucht zu vergessen und zu verdrängen, doch das Wunschdenken, das Land der Träume, in dem alles so läuft, wie ein Mensch wie ich es sich vorstellt, gewinnt von Sekunde zu Sekunde an Raum in meiner Welt, die mittlerweile mehr einem Tagtraum ähnelt. Die Perspektiven in der Wirklichkeit sind verloren gegangen und so hangel ich mich von Gedanke zu Gedanke, spiele jede mögliche, wundervolle Situation durch, doch zur Realität wird keine von ihnen. Ich bin ein Mensch, der gerne auf etwas hinarbeitet und nicht nur vor sich her arbeitet. Das Ziel, welches ich mir gesetzt hatte ist verloren und es bleibt eine Lücke zurück, die nur zu einem winzig kleinen Teil von Hoffnung gefüllt wird. Bald wird auch diese erloschen sein und die Lücke bleibt wie bei einem Kind, dem man einen Zahn zieht. Nun habe ich nichts mehr, wofür es sich morgens aufzustehen lohnt. Der Alltag holt mich ein, der monotone Alltag. Die Minuten und Stunden, die ich noch vor kurzer Zeit im Reich der Fantasien und der Wie-es-sein-könnte-Welt verbracht habe bleiben bestehen. Doch von Tag zu Tag verschwinden die Gedanken und bald werde ich vor einem Nichts stehen. Einem Scherbenhaufen, wenn meine Hoffnung ein Fenster wäre. Und wenn man hofft ist es eh schon zu spät. Das zu verstehen sollte meine Beschäftigung sein, doch zu sehr gefallen mir die Fantasien, die in meinem Kopf hin- und herkreisen. Gewissheit ist gut, aber macht nicht immer glücklich. Ja, Glück. Meins wurde schon vor langer Zeit mit einem großen Stein eingeworfen und die Glassplitter liegen verteilt zu meinen Füssen. Wenn ich darauf hinabblicke sehe ich mein Spiegelbild, welches trotzdem lacht. Man kann aber den Leuten nur vor den Kopf gucken, nicht hinein. Und erst recht nicht ins Herz.

| Shooting Date/Time Shooting Mode Tv (Shutter Speed) Av (Aperture Value) ISO Speed Focal Length White Balance Mode AF Mode |
21.04.2008 22:04:58 Manual Exposure 8 Seconds 5.0 400 37.0 mm Auto Manual focusing |
- Herr Schönbach, was hat das zu bedeuten?
- Was wohl? Keep on pimpin’ !
Einfach mal AUSRASTEN!!!!
Geschrieben von Dr. Schönbach - 31.01.08 um 17:01 Uhr
Für alle, die einen harten Tag hatten, oder die seit einiger Zeit Probleme mit sich rumschleppe, die sie belasten. Tür abschliessen, Boxen aufdrehen, Play drücken und abhotten. Care about nothin’ and rock the shit out of you! Viel Spass!
Ein Jahr Gedankenmanifestieren
Geschrieben von Dr. Schönbach - 22.01.08 um 11:01 UhrSeit nunmehr einem Jahr schreibe ich alles was mir passiert, meine Gedanken und vieles Weiteres auf diesen Blog. Es ist einTeil meines Lebens geworden und auch eine Art der Verarbeitung verschiedener Hochs und Tiefs. Außerdem verbindet es mich mit den Menschen, die diese Leidenschaft teilen.
Doch es ist nicht nur bei einem simplen Blog geblieben, mittlerweile ist daraus sehr viel entstanden. Ich habe an einem Buch mitgeschrieben und schreibe derzeit mein Eigenes. Aber das Beste was wohl aus diesem dokumentieren meines Lebens entstanden ist, ist der Blogzirkel. Anders hätte ich die Leute wohl kaum kennengelernt und wir hätten diese lustige Gruppe, mit der wir noch viel vorhaben, nicht gegründet.
An Veränderungen hat es sich doch in Grenzen gehalten. Das Ding hier heisst jetzt 49th Blog und ich Johannes Schönbach. Das Design wurde stark geändert und ich benutze jetzt Wordpress, um mich der Welt mitzuteilen. Das was ich Schreibe ist teils immernoch so abwägig, dass die Leute mich anrufen und fragen, was zum Teufel das denn sein soll.
Die schönsten Momente sind nach wie vor die, in denen Menschen auf mich zukommen, etwas zu meinem Blog sagen, Kritik oder sogar Lob äußern oder ich versuche anderen Menschen zu helfen, indem ich irgendwas hier hin schreibe, was dann keiner außer der entsprechenden Person versteht. Doch das Schreiben an sich hat in den letzten 12 Monaten immer mehr an Bedeutung in meinem Leben gewonnen.
Ich freue mich, dass das Projekt "Chrissi erzählt euch was er so macht" derart gut ankommt und richtig aufgeblüht ist. Viele Dank auch an euch, natürlich fürs Lesen und Unterstützen meines virtuellen Tagebuchs.
Bleibt mir nur noch eins zu sagen: Happy Birthday!
