Geschehnisse, Geschehnisse

Ich wollte ja schon seit langem mal wieder was schreiben und es gab auch genug, über das ich berichten hätte können, also packen wir das alles mal schön kompakt in einem Eintrag zusammen.

Das definitive Highlight der letzten Tage war das Rise Against Konzert in Offenbach. Warum nicht Düsseldorf, was doch viel näher an Köln ist? Ganz einfach: Nach Offenbach wollten noch andere Freunde unter anderem der Olli und mit dem auf nem Rise Against Konzert zu sein ist einfach deluxe. Ich hab ihn zwar nur am Anfang, kurz zwischendrin und dann am Ende gesehen, aber who cares, die Playlist hat das alles locker wett gemacht!

Ich hab die Band jetzt schon 3 mal live gesehen, aber kein Konzert, generell kein Konzert von keiner Band war so geil, wie das vergangenen Sonntag in der Stadthalle Offenbach. Die Vorbands waren meiner Ansicht nach net so der Hammer, dafür war der Spass und die Stimmung auf einem exorbitalen Niveau. Los gings mit Collaps, zwischendrin wurden andere gute Lieder, wie The Good Left Undone, Savior, Dancing for Rain und andere Songs gespielt, die ich live teils noch nie gesehen hatte. Der Höhepunkt für mich war aber der Moment in dem Tim McIlrath mit ner Gitarre auf der Bühne steht und ins Mikro sagt: “The next Song is called Paper Wings.”

Wegen dem Lied habe ich angefangen Rise Against zu hören. Wegen dem Lied habe ich eine Band kennen gelernt, die seit Jahren meine Lieblingsband ist, die aus meiner Top25 iPod Liste nicht mehr wegzudenken ist, weil verdammt gute Texte - teilweise könnte man sagen meine Gedanken - hier mit verdammt guter Musik kombiniert werden. Und dann spielen sie dieses Lied, auf das ich beim Hurricane Festival 2008, als ich sie das erste mal gesehen hatte und beim Konzert im Februar gewartet hatte. Keine Frage, da gings ab. Und ich hatte mir so gehofft den Olli in meiner Nähe zu erblicken, denn ich wusste das er und ich in dem Moment die zwei Menschen mit der superbesten Laune in der ganzen Halle waren. Gesehen hab ich ihn dann kurz vorm Solo, als er crowdsurfend über mich hinweggereicht wurde. Daraufhin hab ich mich umgedreht, hab mich hochheben lassen und bin hinterher. Quasi direkt in die Arme der Security, das ganze Konzert hab ich nämlich von einer der ersten Reihen aus beobachtet.

Hier noch kurz ein Ausschnitt, der war bei YouTube das vernünftigste Material, das ich finden konnte. Blood Red, White and Blue mit einem nahtlosen Übergang zu Prayer of the Refugee.

Weiter ging es am Mittwoch mit ner Weckaktion vom Alex morgens um 8, der mir verklickerte, dass ich mich jetzt unbedingt betrunken mit ihm am Hauptbahnhof treffen muss und dann wird gefeiert. 11.11.09 = Karneval. Bekommt man ja in Frankenberg nix von mit. Nur vom Rosenmontag und dem ganzen anderen Zeug, aber hier in Köln ist einen Tag vor meinem Geburstag übelst die Hölle los. 70.000 Leute am Heumarkt, alles voll, die Leute noch mehr.

Aufstehen, Duschen, Toast essen, halbe Flasche Vodka reinknallen, während man zum Bahnhof läuft und dann mit den anderen ins Früh-Brauhaus, n lecker Kölsch trinken. (Bitte bemerkt die Irnoie in diesem Satz.) Das ist ein prima Rezept um relativ früh morgens auf dem kalten Heumarkt volltrunken aufzuschlagen. Wirklich lange hab ich da net mitgemacht. Ich hab mir dann lieber schnell n Fässchen Kölsch geklaut, was da auf nem Stromkasten rumstand und zu zweit sind Fässchen und ich dann gemütlich durch die Stadt richtung Wohnung geschlendert. Zwischendrin haben wir ein paar Passanten die Gläser wieder aufgefüllt und andere lustige Sachen gemacht, die ich euch hier bebildert zeigen möchte.

Fässchen und ich im Skatepark um die Ecke

Fäasschen holt uns einen Parkschein, das kostet sonst 30 Euro und so viel Geld haben wir nicht. =/

OH NEIN!!!! Fässchen will sich überfahren lassen, ich muss es retten!

Fässchen will sich ein T-Shirt drucken lassen mit der Aufschrift “Ich wurde gerettet!”

Fässchen fährt gerne Aufzug.

Fässchen ist gut zu Hause angekommen.

Die nächste größere Aktion war dann mein Geburtstag, mittlerweile muss man ja sagen er war gestern. 24 Jahre bin ich jetzt alt. Das sind verdammt viele Jahre. Ging mir alles irgendwie viel zu schnell und in meinem Kopf bin ich ja auch irgendwo von der Art her bei 17 oder 18 stehen geblieben. Es schockt mich jedesmal, wenn einer fragt wie alt ich bin und ich realisiere, dass ich fast ein viertel Jahrhundert schon unter den Lebenden verbracht habe.

Wirklich spannend hat sich der Tag nicht gestaltet. Nett reingefeiert, heute mal am SAE gewesen und mit ein paar Leuten ein Bier getrunken, abends noch ein bisschen gechattet und dann wie jedes Jahr eine nette Parkbank gesucht und drüber nachgedacht, wie das letzte Jahr so war.

Im Großen und Ganzen und darum geht es dabei eigentlich nur, bin ich ganz zufrieden mit dem was passiert ist. Und es ist eben ne Menge passiert, wenn man alleine mal den Umzug nach Köln und den Beginn des Studiums erwähnt. Ansonsten waren es tolles Partys, super Unterhaltungen, viel Spass, ne Menge Alkohol und viele andere Dinge, die mich beschäftigt und die das Jahr geprägt haben. Zwar sind auch Ding passiert, über die ich anfangs nicht so glücklich war, aber irgendwie hat sich doch alles zum Besten gewendet.

Jetzt kann das 25 Lebensjahr beginnen, ich bin gespannt, wie es wird.

Kulinarische Rundreise des Autors

Ich mag es ja nicht, einen Eintrag als obersten Artikel auf meinem Blog stehen zu haben, der relativ depressive Momente meinerseits beschreibet, vor allem, wenn diese Angelegenheiten schon lange lange lange der Vergangenheit angehören und sich mein Hirn damit abgefunden, auseinandergesetzt und für eine totale Überreaktion gehalten hat.

Leider fällt mir nicht viel unnützes ein, was ich jetzt auf meinen Blog setzen könnte, nicht spannendes was in letzter Zeit passiert ist und auch kein schockierendes Erlebnis, was mein Leben für immer prägen wird. Deswegen gibt es ein Toast.

Vor längerer Zeit wurden mir Weintrauben mit Buko empfohlem. Buko - Pikante Kräuter. Heute beim Einkaufen, hab ich alles in den Korb gepackt, zu hause kombiniert und probiert. Natürlich ohne Toast, davon war ja nie die Rede. Schmeckt scheusslich. Glaubt mir. Während ich da so nett die kernlosen Trauben in den Kräuterquark tauche, wird dann auch mal das Toast angesprochen. 5 Minuten voller Hass später, grillt der Toaster ein Vollkorntoast. Und im Gegensatz zu puren Buko-Trauben ist das ganze mit ein bisschen locker-gebackenem Teig unten drunter super lecker. Probierts mal, ich mach mir jetzt noch 2 davon.

Der Spruch des Tages kommt vom dem Tüpen, der mich mit seiner unglaublichen Sinnlosigkeit immer wieder überrascht, dem Niggo:

Ich: (In der U-Bahn) “Hui, was war das denn?”
Er: “‘N Hund..!?”
Ich: “Ja und die zwei sehr offiziellen Frauen drum rum, die wie die Drogenverhandung aussahen?”
Er: “Kein Hund!” *grins*

Ansonsten musste ich heute feststellen, dass ich definitiv Drogenabhängig bin und locker 3 Leute auf unser Sofa passen. Das Telefon benutze ich auch sehr gerne (Achso, wir haben seit Dienstag Internet und Telefon ^^), Photoshop scheint einfacher zu sein, als ich gedacht habe, jemand hat mir gezeigt, dass 1000 SMS in einem Monat definitiv möglich sind und außerdem hätte ich viel lieber ne 3er WG.

So, Gute Nacht, liebe Kinder, morgen geht es los mit 3D Bearbeitung. Übertreibts nicht ^^

Man muss ja wissen, wo man wohnt

Niggo, sein Cousin Malte, der heute zu Besuch ist und ich sind heute einfach mal auf den Dom geklettert. Wir wollten uns die Stadt mal von oben angucken und für nen Euro Eintritt ist das ganze doch völlig in Ordnung. Dummerweise hat mir kein Arsch gesagt, dass es da keinen Aufzug gibt. Wir mussten also die 146 Stufen manuell erklimmen, bis wir eine recht nette Aussicht über Köln hatten.

Auf dem Foto kann man sogar unsere Bude sehen. Könnte man, wenn es größer und höher auflösend wäre. Egal, ich weiss ja wo ich wohne. Interessant fand ich eigentlich nur, dass mich die Aussicht kaum gereizt hat, sondern mehr die ganzen Unterschriften, die an allen Ecken, die der menschliche Arm erreichen kann (und darüber hinaus, irgendwie paradox) zu finden waren. Genau wie die einzelnen Graffittis und die unzähligen Liebesbekundungen, bei denen ich mich frage, ob sich nicht irgendwer im Moment tiersch ärgert, weil er ‘95 noch mit Harald oder wem auch immer zusammen war und diese Beziehung jetzt quasi gebranntmarkt an einer der größten Touristenattraktionen Deutschlands zu finden ist. Laut Unterschriften war sogar Fred Durst schon da oben.

Dass mich die Aussicht nicht wirklich angesprochen hat, lag vielleicht daran, dass ich mal auf dem Empire State Building stand. Das war etwas höher, hatte mehr Stadt drum rum und einen Aufzug.

Was war noch? Ach ja, die Oberstufenfete. Bilder sagen ja mehr als 1000 Worte, guckt euch einfach ein paar auf www.burgwald-kack.de an. Spitzen Vortrinken, spitzen Party, spitzen Abend, super viel Spass gehabt, ich bin begeistert, mehr brauch ich dazu nicht sagen. Bitte nochmal! =)

Morgen gehts dann los nach Berlin. Vorgestern hab ich ne Mail bekommen, dass mittlerweile so viele Leute abgesagt haben und wir nun mitnehmen könnten wen wir wollen. Kostenlos. Also wer spontan ist und Bock auf 3 Tage gratis Berlin hat, kann sich bei mir melden, morgen um 10 Uhr ist Treffen am SAE.

Die erste Woche in Köln

Ich bin jetzt definitiv davon überzeugt, dass dieses Studium ne verdammt lustige Sache sein wird. Die erste Woche war ziemlich überfordernd betreffend das was wir als erste Arbeit in 5 Wochen abgeben müssen. Ne Homepage mit Flash animation und einer selbst erstellten 3D Logo Animation. Arbeiten sollen wir mit Programmen wie Dreamweaver, Blender, Final Cut und Photoshop. Ich beherrsche nur das letzte der genannten programme und das nicht wirklich gut.

Egal, ich bin ja nicht der Einzige, dem es so geht, es gibt leute mit noch weniger Plan und wir müssen da alle durch, das wird schon. Morgen drehen wir aber erstmal nen Kurzfilm, das wird bestimmt auch ganz nett.

Die Leute in unserem Kurs sind alle super drauf und die “Dozenten” sind ziemlich kaputt. Alles in allem sehr viele coole Leute, die da Tag für Tag rumhüpfen.

Auch unsere Bude in Köln ist nahezu vollständig eingerichtet. Das einzige was handwerklich noch gemacht werden muss, ist die Befestigung eines Regalbrettes, auf dem dann später unser 37” Fernseher stehen wird. Das Poster, was in meinem Zimmer noch in den bereits aufgehängten Bilderrahmen soll, ist auch schon bestellt. In ner Stunde gehts wieder nach Köln, irgendwie freu ich mich.

Heute war nämlich ein komischer Tag. Mir fehlte heute morgen die Motivation mein Bett zu verlassen und irgendwie kann ich nicht ganz klar denken, ich steh ziemlich neben mir. Das liegt allerdings nicht an den letzten 2 Abenden und dem leichten Absturz im Utopia gestern. Das Wochenende hat Spass gemacht und trotzdem hab ich grad nicht mal wirklich Bock zu bloggen.

Ich tu es trotzdem, denn nachher hab ich kein Internet mehr. Am 02.10. soll wohl ein Techniker vorbeikommen und unseren Anschluss schalten. Ob das alles so klappt, weiss ich noch nicht ganz genau und da wir auch erst in 3 oder 4 Wochen einen Fernseher kaufen werden, sorge ich gerade vor und kopiere die ersten 3 Staffeln von Two and a half Men auf ne externe Festplatte, damit wir was zu tun haben. Dürfte reichen für die Woche.

Apropos Bestellung. Ich hab gestern Abend einfach mal 2 Karten für das Rise Against Konzert am 08.11. in Offenbach bestellt. Wir freuen uns auf Savior und The Good Left Undone. Ausnahmezustand wird bei diesen Liedern erwartet.

Anyway, ich höre jetzt besser mal auf das ganze Mondlicht zu verschwenden, packe meine Sachen und fahre wieder in die Altstadt. Haut rein, Leute und schön steil bleiben die Woche!

Danke fürs Mitdenken

oder: Wie erstelle ich eine Null-Billianz im Bezug auf gute Laune an der Kasse

Der DM hasst mich. Es liegt an mir, da bin ich mir absolut sicher. In den Laden rein, Produkt nehmen, zur Kasse gehen. Ich freue mich, dass ich relativ weit vorne stehe und nicht wie sonst üblich der Letzte am Band bin. Hinter mich stellen sich weitere Kunden auf. Die zweite Kasse wird besetzt, Emanze mit vollem Einkaufswagen ist schneller als ich, ich bleibe an der kasse stehen. 2 Leute vor mir. Kommt ne Tussi an, geht zu ihrer Freundin vor mir und legt alle ihre nicht grad wenigen Sachen aufs Band. 3 Leute vor mir. Ich dreh mich um, bin letzter in der Schlange. Gedanken: “Dasn Witz, oder?” Natürlich müssen die 2 Midlifecrisismädels ihre Beautyprodukte mit Karte zahlen. Ein mal 7 Euro und ein mal 15 Euro. Die EC-Karte versteckte sich bei beiden tückischen hinter nem 50 Euro Schein. lol… Kartenzahlungsnetz überlastet. Bei der ersten schon, schreckt die zweite aber nicht ab auch mit Karte zu zahlen. 15 Minuten hat mich dieser Einkauf gekostet. Stimmung: Doppel Minus

Oha, Birnchen im Auto futsch, auf zum AZE. Rein in den Laden, an die Theke “Ein H4 Birnchen” - “Normal, extra hell oder blau” - “N ganz Normales.” - “6,99 Euro” Ich leg n 10 Euro Schein und ein 2 Eurostück aufn Tresen, damit ich n 5er zurückbekomme. Verkäufer nimmt das Geld “Vielen Dank fürs Mitdenken, hier ihr Birnchen und das Wechselgeld, einen schönen Tag wünsch ich noch.” 3 Minuten hat die AKtion gedauert. Stimmung: Doppel Plus

Billianz: Ausgeglichen. =)

Ansonsten war heute ein ganz besonders schöner Tag (auch gestern schon) und gleich gehts auf nach Köln. Wobei mir dann seit heute der Abschied schwerer fällt als noch vor ein paar Tagen. Aber ich hab ja im Eintrag vorher schon gesagt, dass ich nicht aus der Welt bin. Diesmal sage ich das allerdings nicht zu euch, sondern zu mir. Ich hoffe der Umzugskarton hält und reisst nicht. Ich hab nur den einen, wo alles drin ist, was ich mit nach Köln nehmen will. Fast alles, manches hat leider nicht reingepasst..

Wann ich mich das nächste mal melde, liegt ab jetzt in den Händen von Vodafone.

Und weg, haut rein, Leute