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	<title>party goes on. &#187; Textschnipsel</title>
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	<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 22:05:04 +0000</pubDate>
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		<title>Kapitel 92</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 19:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Schönbach</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[In diesem Moment bog kein Geringerer als Doktor Hubert Halluschinski, der Betriebsdirektor, um die Ecke. Niemand außer vielleicht seiner Gattin wusste, was der Mann um diese Zeit hier schon zu suchen hatte. Halluschinski, den alle Schlawinski nannten, war ein unaufälliger fünfzigjähriger kleinwüchsiger Halbglatzkopf mit Brille, einem leicht verblüfft wirkenden Gesichtsausdruck und feuchter Aussprache, der meistens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Moment bog kein Geringerer als Doktor Hubert Halluschinski, der Betriebsdirektor, um die Ecke. Niemand außer vielleicht seiner Gattin wusste, was der Mann um diese Zeit hier schon zu suchen hatte. Halluschinski, den alle Schlawinski nannten, war ein unaufälliger fünfzigjähriger kleinwüchsiger Halbglatzkopf mit Brille, einem leicht verblüfft wirkenden Gesichtsausdruck und feuchter Aussprache, der meistens karierte Hemden trug und zu dessen Lieblingsscherzen die Behauptung gehörte, in keinem der Betriebe, in denen er zuvor gearbeitet hatte, sei so wenig gesoffen worden wie hier. Diese Aussage von Halluschinski zu hören verwandelte Schönbachs Mund in ein Lächeln, denn Halluschinski war ein trockener Alkoholiker, der seinen Dozentenplatz an der Universität von Berlin verloren hatte, als rauskam, dass er im Vollsuff eine seiner Studentinen geschwängert hatte. Von ihm hiess es aber auch, er habe den einzelhandelsüblichen Kartoffelsack erfunden, jenes dubiose Netz, an dem sich der Knabe Johannes Schönbach, wenn seine Mama ihn einkaufen schickte, jahrelang die Fingerchen abgeschnürt hatte, bis er endlichauf den Dreh gekommen war, eine der Kartoffeln beim Tragen in die Hand zu nehmen.</p>
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		<title>Kapitel 1311</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 14:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Schönbach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Textschnipsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Schönbach karrte das Lebenselixier des Sozialismus durch die Hallen, den Trank, der Genossen und Nicht-Genossen halbwegs bei Laune hielt: Schnaps, Schnaps und nochmals Schnaps; natürlich auch Wein und Sekt, aber insbesondere hochprozentige Sofortglücksverheißungen mit Namen wie Goldkrone, Burgkrone, Nordhäuser Doppelkorn, Lunikoff, Timm&#8217;s Saurer, Zinnaer Klosterbruder, Boonekamp, Wurzelpeter, Halb und Halb, Campa, Havanna Club, Sambalita, Goldbrand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schönbach karrte das Lebenselixier des Sozialismus durch die Hallen, den Trank, der Genossen und Nicht-Genossen halbwegs bei Laune hielt: Schnaps, Schnaps und nochmals Schnaps; natürlich auch Wein und Sekt, aber insbesondere hochprozentige Sofortglücksverheißungen mit Namen wie <em>Goldkrone, Burgkrone, Nordhäuser Doppelkorn, Lunikoff, Timm&#8217;s Saurer, Zinnaer Klosterbruder, Boonekamp, Wurzelpeter, Halb und Halb, Campa, Havanna Club, Sambalita, Goldbrand</em> oder <em>Klarer Juwel</em>. Die Bevölkerung, die von hier aus versorgt wurde, war zwar eine anspruchslos, was die Qualität anging, aber eine des narkotischen Trostes permanent bedürftige - vornehmlich aus den erwähnten Gründen der Horizonteinschränkung. &#8220;Eens musste wissen&#8221;, hatte ein älterer Disponent zu Schönbach gesagt, als er hier noch neu war, &#8220;der Laden ist kriegswichtig. Der Fusel muss unters Volk. Versorgungsengpässe bei Alkohol darf et nich jeben, det schafft revolutionäre Situationen.&#8221;</p>
<p>Staatswichtig hin oder her: Wer hier arbeitete, hatte in der Regel keine Ausbildung. Anders formuliert: Dieser Ort besaß für Leute mit einer Ausbildung nur eine geringe Attraktivität. Manche indes, die Creme sozusagen, führte den Titel <em>Facharbeiter für Lagerwirtschaft und Warenbewegung</em>; das war der reguläre Ausbildungsberuf, den insbesondere Personen erlernten, bei denen schon in frühen Jahren Probleme im Zusammenhang mit den Grundrechenarten und dem sinnvollen Gebrauch des Alphabets beziehungsweise Abnormalitäten des Sozialverhaltens aufgetreten waren, womit sich aufs Glücklichste vertrug, dass die Komplexität der Lagerwirtschaft sich in vermittelbaren Grenzen hielt: Auf der einen Seite kam der Fusel sortenrein an, auf der anderen verließ er das Lager in jener Position, die Geschäfte, Kaufhallen oder Gaststätten geordert hatten. Zwischendurch wurde er von jenem Teil der Belegschaft, der es mit der Tätigkeit des Bedarfs ernst nahm, nach Kräften dezimiert. Zu lernen war lediglich, wie man dabei den Hyänen der Betriebswache, die jederzeit unverhofft zwischen Palettenstapeln hervorschießen und einem das Pusteröhrchen unter die Nase halten konnte, aus dem Wege ging. Gewiss, für manche bedeutete die Gabelstaplerprüfung  eine ähnlich hohe Hürde wie für andere die Promotion, namentlich der sogenannte theoretische Teil, obwohl man den Probanden mit den Prüfungsfragen sehr entgegenkam (Mit welchem Öl wird die Hydraulikanlage des Staplers betrieben: a) Rapsöl; b) Leinöl; c) Hydrauliköl?). Letzlich übersprang sie aber jeder.</p>
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		<title>Ein Jahr Gedankenmanifestieren</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 10:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Schönbach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilderupdate]]></category>

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		<category><![CDATA[Vom alten Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit nunmehr einem Jahr schreibe ich alles was mir passiert, meine Gedanken und vieles Weiteres auf diesen Blog. Es ist einTeil meines Lebens geworden und auch eine Art der Verarbeitung verschiedener Hochs und Tiefs. Au&#223;erdem verbindet es mich mit den Menschen, die diese Leidenschaft teilen.
Doch es ist nicht nur bei einem simplen Blog geblieben, mittlerweile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit nunmehr einem Jahr schreibe ich alles was mir passiert, meine Gedanken und vieles Weiteres auf diesen Blog. Es ist einTeil meines Lebens geworden und auch eine Art der Verarbeitung verschiedener Hochs und Tiefs. Au&szlig;erdem verbindet es mich mit den Menschen, die diese Leidenschaft teilen.</p>
<p>Doch es ist nicht nur bei einem simplen Blog geblieben, mittlerweile ist daraus sehr viel entstanden. Ich habe an einem Buch mitgeschrieben und schreibe derzeit mein Eigenes. Aber das Beste was wohl aus diesem dokumentieren meines Lebens entstanden ist, ist der Blogzirkel. Anders h&auml;tte ich die Leute wohl kaum kennengelernt und wir h&auml;tten diese lustige Gruppe, mit der wir noch viel vorhaben, nicht gegr&uuml;ndet.</p>
<p>An Ver&auml;nderungen hat es sich doch in Grenzen gehalten. Das Ding hier heisst jetzt 49th Blog und ich Johannes Sch&ouml;nbach. Das Design wurde stark ge&auml;ndert und ich benutze jetzt Wordpress, um mich der Welt mitzuteilen. Das was ich Schreibe ist teils immernoch so abw&auml;gig, dass die Leute mich anrufen und fragen, was zum Teufel das denn sein soll.</p>
<p>Die sch&ouml;nsten Momente sind nach wie vor die, in denen Menschen auf mich zukommen, etwas zu meinem Blog sagen, Kritik oder sogar Lob &auml;u&szlig;ern oder ich versuche anderen Menschen zu helfen, indem ich irgendwas hier hin schreibe, was dann keiner au&szlig;er der entsprechenden Person versteht. Doch das Schreiben an sich hat in den letzten 12 Monaten immer mehr an Bedeutung in meinem Leben gewonnen.</p>
<p>Ich freue mich, dass das Projekt &quot;Chrissi erz&auml;hlt euch was er so macht&quot; derart gut ankommt und richtig aufgebl&uuml;ht ist. Viele Dank auch an euch, nat&uuml;rlich f&uuml;rs Lesen und Unterst&uuml;tzen meines virtuellen Tagebuchs.</p>
<p>Bleibt mir nur noch eins zu sagen: Happy Birthday!</p>
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		<title>Kapitel 3,1415</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 18:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Schönbach</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#62;&#62;Jetzt h&#246;r doch auf mich so anzuschreien, dazu gibt es doch keine Grund! Wir sind erwachsene Menschen und sollten uns auch so verhalten.&#60;&#60;,
&#160;sagte Sch&#246;nbach mit einer Stimme, die beruhigend wirken sollte. Seine Interessen wurden von Steffi leider nicht wahrgenommen.
&#62;&#62;Was soll der verdammt Scheiss? Was bin ich eigentlich f&#252;r dich?&#60;&#60;, fuhr sie ihn an.
&#62;&#62;Du bist Alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;&gt;Jetzt h&ouml;r doch auf mich so anzuschreien, dazu gibt es doch keine Grund! Wir sind erwachsene Menschen und sollten uns auch so verhalten.&lt;&lt;,<br />
&nbsp;sagte Sch&ouml;nbach mit einer Stimme, die beruhigend wirken sollte. Seine Interessen wurden von Steffi leider nicht wahrgenommen.</p>
<p>&gt;&gt;Was soll der verdammt Scheiss? Was bin ich eigentlich f&uuml;r dich?&lt;&lt;, fuhr sie ihn an.</p>
<p>&gt;&gt;Du bist Alles f&uuml;r mich. Glaub mir doch, das da bedeutet mir gar nichts. Das einzige was mir im Leben etwas bedeutet ist weder mein Geld, noch der Erfolg, noch das 200m&sup2; Penthouse von dem wir jeden Abend Berlin im Sonnenuntergang bewunden, sondern nur du!&lt;&lt;</p>
<p>&gt;&gt;Penthouse, da sind wir ja beim richtigen Thema. Ich und deine Pornosammlung!&lt;&lt;</p>
<p>&gt;&gt;Verdammt nein!&lt;&lt;, schrie Sch&ouml;nbach sie an, der seine Bitte, sich vern&uuml;nftig zu unterhalten, schon wieder verworfen hatte, &gt;&gt;Schmeiss sie weg! Verbrenn sie! Tu damit was immer du willst! Aber bitte lass uns das Ganze vergessen!&lt;&lt;</p>
<p>&gt;&gt;Weisst du was Johannes,&lt;&lt;, sagte Steffi mit einer &uuml;berraschend ruhigen Stimme, die ein Gef&uuml;hl des Unwohlseins in dem Pornozeitschriftenbesitzer hervorrief, &gt;&gt;ich ziehe f&uuml;rs erste zu meiner Mutter, damit du und deine widerlichen Heftchen erstmal alleine sein k&ouml;nnt.&lt;&lt;</p>
<p>Sie drehte sich um, nahm ihre Jacke im Vorbeigehen von der Gaderobe, &ouml;ffnete die T&uuml;r und verlie&szlig; die Wohnung mit einem nicht minder geknickt als der Zur&uuml;ckgelassene.</p>
<p>Sch&ouml;nbach stand eine Weile da und starrte die T&uuml;r an. Er hoffte, dass sie sich wieder &ouml;ffnen und Steffi ihre Meinung &auml;ndern w&uuml;rde. Doch als er die Wagent&uuml;r ihres Autos zuschlagen h&ouml;rte sackte er in sich zusammen und fiel in Sessel zur&uuml;ck, aus dem er aufgestanden war, als Steffi mit seiner Sammlung vor ihm stand. In diesem Moment begriff Sch&ouml;nbach, dass die falsche Frau, auch wenn sie nur aus Papier ist, einem das Leben zerst&ouml;ren kann.</p>
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		<title>JahresrÃ¼ckblick 2007</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2007 12:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Schönbach</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Vom alten Blog]]></category>

		<category><![CDATA[Weltanschauung]]></category>

		<category><![CDATA[Zwischenmenschliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr 2007 begann am 1. Januar, d&#252;mpelte 12 Monate vor sich hin und endet - wer h&#228;tte es erwartet - heute, am 31. Dezember. Gott, bin ich froh.
Das Jahr hatte seine guten aber auch seine schlechten Seiten. Noch l&#228;nger im Rettungsdienst bleiben, den Blogzirkel kennen lernen, wieder mehr mit Miri machen, auch Stephan und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 2007 begann am 1. Januar, d&uuml;mpelte 12 Monate vor sich hin und endet - wer h&auml;tte es erwartet - heute, am 31. Dezember. Gott, bin ich froh.</p>
<p>Das Jahr hatte seine guten aber auch seine schlechten Seiten. Noch l&auml;nger im Rettungsdienst bleiben, den Blogzirkel kennen lernen, wieder mehr mit Miri machen, auch Stephan und Padi nicht zu vergessen und all die anderen netten Dinge, die mir ab un zu ein L&auml;cheln ins Gesicht gezaubert haben. Aber wenn ich zur&uuml;ckdenke fallen mir nur die Schlechten ein. Sich wieder mit jemandem anfreunden und wieder verarscht werden, naive Menschen kennen lernen, wieder einmal feststellen, dass man niemandem vertrauen kann, sich 6 Monate den Arsch f&uuml;r nichts aufrei&szlig;en. Super, hat Spass gemacht. Danke an alle Statisten, die dieses Jahr so f&uuml;r mich gestaltet haben.</p>
<p>Leider bin ich aber auch selber so naiv, dass ich der Meinung bin, nur weil das eine Jahr zu Ende ist und ein Neues anf&auml;ng, dass dann gleich alles anders wird. Nicht besser sondern lediglich anders. Schwachsinn. Es geht da weiter wo es aufgeh&ouml;rt hat. Das hat schon Quentin Tarantino und der hat immer Recht.</p>
<p>Wer einen umfangreicheren Jahresr&uuml;ckblick will, soll <a target="_blank" href="http://mysilence.twoday.net/stories/3217021/main">hier</a> anfangen zu lesen, das d&uuml;rfte an Informationen genug sein.</p>
<p>Ansonsten guten Rutsch, <strike>ihr Loser</strike> Kinder!</p>
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		<title>Kapitel wasweissich</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Schönbach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Textschnipsel]]></category>

		<category><![CDATA[Vom alten Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ihm von seinem Kollegen und Freund aufgetragen wurde, wandte sich SchÃ¶nbach also direkt an die Verursacherin seiner momentanen GefÃ¼hlslage. Er sah sie nicht oft und musste eine gewisse Zeit warten, bis er sie auf einer GeschÃ¤ftsfeier des KÃ¶lner Echos, zu der er zufÃ¤llig von seinem Auftraggeber eingeladen worden war, wiedertraf.
FÃ¼r diesen Abend hatte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ihm von seinem Kollegen und Freund aufgetragen wurde, wandte sich SchÃ¶nbach also direkt an die Verursacherin seiner momentanen GefÃ¼hlslage. Er sah sie nicht oft und musste eine gewisse Zeit warten, bis er sie auf einer GeschÃ¤ftsfeier des <i>KÃ¶lner Echos</i>, zu der er <i>zufÃ¤llig</i> von seinem Auftraggeber eingeladen worden war, wiedertraf.<br />
FÃ¼r diesen Abend hatte er sich fest vorgenommen seine Absichten durchzusetzen und sie bei einem Glas Prosecco besser kennen zu lernen. Er war sich im Klaren darÃ¼ber, dass das auf einer Betriebsfeier etwas schwierig werden kÃ¶nnte, doch er war fest dazu entschlossen etwas zu tun, was hier sonst keiner tat: Ãœber das Privatleben reden.<br />
Nach einigen GesprÃ¤chen, bei denen lediglich das Grundlegenste, wie Name, Job und journalistische Interessen mit anderen Anwesenden, die er wenig kann und noch weniger schÃ¤tze, ausgetauscht wurden, erblickte er endlich den Grund, warum er die fast 5-stÃ¼ndige Reise von Berlin nach KÃ¶ln angetreten hatte.<br />
Steffi war einen ganzen Kopf kleiner als er, was die Suche nach ihr in der Menschenmasse erschwert hatte. Und obwohl er sie noch nicht lange und erst recht nicht gut kannte faszinierte ihn etwas an dieser Frau. Seit der ersten Begegnung ging sie ihm nicht mehr aus dem Kopf und stÃ¤ndig machte er sich Gedanken darÃ¼ber, warum er nahezu pausenlos an sie denken musste, sogar Dienstags wenn Karin vor ihm auf dem Schreibtisch saÃŸ. Viel mehr, als dass sie einfach nur das gewisse Etwas besaÃŸ, konnte sich SchÃ¶nbach aber trotz intesiver Mentalakrobatik nicht erklÃ¤ren. Soweit er in Erfahrung bringen konnte, hatte sie weder Mann noch Freund und so lag es auf der Hand, dass er, wÃ¤hrend er sich geistig verrenkte, auf die Frage kam, ob sie nicht vielleicht lesbisch sei. Die Angst, wÃ¤hrend einer Unterhaltung mit ihr eine BestÃ¤tigung auf seine Vermutung zu bekommen wuchs von Minute zu Minute, doch da er zu ersten Mal in seinem Leben keinen Spruch auf Lager hatte, mit dem er sie ansprechen kÃ¶nnte, war an ein GesprÃ¤ch mit ihr noch nicht zu denken.<br />
Er suchte sich also einen strategisch guten Punkt im Raum, von dem aus er sie immer im Blick hatte und Ã¼berlegte, wie er sie am besten ansprechen konnte. Als einer der zahllosen Betrunkenen sie anrempelte und ihr seinen Drink Ã¼ber die Hand schÃ¼ttete, die gerade nach einem Glas Wasser griff, nutze er seine Chance, beendete das 17 GesprÃ¤ch Ã¼ber seine TÃ¤tigkeit in der Berufswelt, holte ein Taschentuch aus seiner Tasche und ging auf sie zu.<br />
&gt;&gt;Hier, falls du mich heute noch anfassen solltest.&lt;&lt;<br />
&gt;&gt;Johannes!&lt;&lt;, rief die Frau mit dem gewissen Etwas, nachdem sie erkannt hatte, wer gerade diesen niveaulosen Spruch losgelassen hatte. &gt;&gt;Was machst du denn hier?&lt;&lt;<br />
&gt;&gt;Ich suche dich.&lt;&lt;<br />
Zu SchÃ¶nbachs zahlreichen Problemen gesellte sich nun ein weiteres: Er hatte bisher zwar alles was er gesagt hatte ernst gemeint, doch die Frau, die ihm gegenÃ¼ber stand hielt es lediglich fÃ¼r einen Scherz, Ã¼ber den sie auch herzlich lachte.<br />
&gt;&gt;Du siehst gut aus.&lt;&lt; bemerkte er noch wÃ¤hrend sie sich amÃ¼sierte.<br />
&gt;&gt;Danke, du auch. Wie lÃ¤ufts an der Arbeit?&lt;&lt;</p>
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		<title>Kapitel 22</title>
		<link>http://www.thisisnotmylife.com/blog/?p=33</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Schönbach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Textschnipsel]]></category>

		<category><![CDATA[Vom alten Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[SchÃ¶nbach versuchte sich aufzurichten und gegen den Aktenschrank zu lehnen. Von hier aus blieb ihm aber nichts anderes Ã¼brig, als zu sehen, wie sein Angreifer den Raum verlieÃŸ und die TÃ¼r sorgfÃ¤ltigst 2 Mal von auÃŸen abschloss.
SchÃ¶nbachs Atmung war schwer und jedesmal, wenn er einatmete spÃ¼rte er den stechenden Schmerz, den die Kugel in seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SchÃ¶nbach versuchte sich aufzurichten und gegen den Aktenschrank zu lehnen. Von hier aus blieb ihm aber nichts anderes Ã¼brig, als zu sehen, wie sein Angreifer den Raum verlieÃŸ und die TÃ¼r sorgfÃ¤ltigst 2 Mal von auÃŸen abschloss.<br />
SchÃ¶nbachs Atmung war schwer und jedesmal, wenn er einatmete spÃ¼rte er den stechenden Schmerz, den die Kugel in seinem linken LungenflÃ¼gel verursachte.<br />
<i>&gt;&gt;Bastard!&lt;&lt;</i>, brÃ¼llte er so laut, dass es tagsÃ¼ber jeder gehÃ¶rt hÃ¤tte.<br />
Doch nun, abends um 11 Uhr war hier niemand mehr auÃŸer ihm.<br />
<i>&gt;&gt;Warum muss ich auch immer Ãœberstunden schieben? HÃ¤tte ich eine Frau, dann wÃ¼rde sie mir befehlen pÃ¼nklich zum Abendessen zu Hause zu sein und ich wÃ¼rde jetzt nicht so am Boden liegen.&lt;&lt;</i>, dachte sich der Angeschossene.<br />
WÃ¤hrend er Ã¼berlegte, was er tun kÃ¶nnte um sich aus seiner schier auswegslosen Situation zu befreien, schweifte sein Blick durch den Raum, welchen er plÃ¶tzlich als sein Grab wiedererkannte und nicht mehr als sein BÃ¼ro, in dem er mit Kinzel die einzelnen Artikel durchging, kopfschÃ¼ttelnd Ã¼ber den Fotos seines EinÃ¤ugigen Fotographens hing und sich fragte, warum er sojemanden eingestellt hatte, oder je nach Wochentag seine SekretÃ¤rin Karin entweder auf dem Schreibtisch oder auf dem Boden vÃ¶gelte. Karin war zwar nicht die Allerhellste (Sie hatte in ihrem Kalender eine Notiz, die SchÃ¶nbach einmal zufÃ¤llig erblickt hatte: Mo, Mi, Fr: Boden - Di, Do, Tisch), aber sie erledigte dafÃ¼r sorgfÃ¤ltig und gewissenhaft ihre Aufgaben. An ihr Erscheinungsbild wollte SchÃ¶nbach jetzt nicht denken, es mangelte ihm eh schon an Blut.<br />
Da er immernoch keine LÃ¶sung fÃ¼r sein durchaus lebensbedrohliches Problem gefunden hatte, wollte er sich wenigstens mal ansehen, wie seine Verletzung aussah.<br />
<i>&gt;&gt;Relativ unspektakulÃ¤r,&lt;&lt;</i> murmelte er vor sich hin, nachdem er das Hemd ausgezogen hatte und er das kleine Loch begutachtete, <i>&gt;&gt;aber es blutet wie HÃ¶lle.&lt;&lt;</i><br />
PlÃ¶tzlich durchzog ihn ein Gedanke, den er sonst sofort wieder verworfen hÃ¤tte, doch da er keinerlei andere Optionen hatte lies er sich dazu hinreiÃŸen und tat etwas, was er in seinem Leben bisher nur nach Aufforderung seiner Mutter getan hatte: Er betete.<br />
SchÃ¶nbach wurde zwar in einer religiÃ¶sen Familie aufgezogen und glaubte an Gott und alles drumrum, aber Beten war ihm schon immer etwas suspekt. Man sitzt da und spricht mit jemandem, fÃ¼r dessen Existenz es keinerlei Beweis auÃŸer dem eigenen Glauben gibt. Das taten Schizophrene auch und die wurden dafÃ¼r in Anstalten gesteckt. Doch jetzt schien das Risiko vertretbar zu sein. Lieber wÃ¼rde er den Rest seines Lebens im Irrenhaus verbringen, als die nÃ¤chsten 5 Minuten als Rest seines Lebens zu betrachten. <i>&gt;&gt;Lieber Gott, wenn du&#8230;&lt;&lt;</i><br />
Im Flur ging das Licht an und er hÃ¶rte ein paar hochhackige Damenpumps den Gang entlanglaufen.<br />
<i>&gt;&gt;Oh, das ging aber schnell, dankeschÃ¶n!&lt;&lt;</i><br />
Vor seiner GlastÃ¼r erschien ein Schatten und ein SchlÃ¼ssel wurde hervorgeholt.<br />
<i>&gt;&gt;Karin! Ich bin so froh dich zu sehen!&lt;&lt;</i>, rief SchÃ¶nbach, nachdem er seine SekretÃ¤rin erkannt hatte.<br />
<i>&gt;&gt;Herr SchÃ¶nbach, was machen sie denn hier?&lt;&lt;</i>, fragte sie, als sie den blassen Mann hinter seinem Schreibtisch liegen sah.<br />
SchÃ¶nbach sah sie hilfesuchend an und erkannte eine leichte Nachdenklichkeit in ihrem Blick.<br />
<i>&gt;&gt;Ist heute schon Mittwoch? Ich dachte es ist erst Dienstag.&lt;&lt;</i><br />
Zu Karins GlÃ¼ck verlor ihr Chef genau in diesem Augenblick das Bewusstsein.</p>
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