Das Ende eines FSJs. Oder eher: Halbzeit
Geschrieben von Dr. Schönbach - 30.09.07 um 23:09 UhrHeute ist der 30. Steptember 2007. Heute ist der letzte Tag von meinem FSJ. Ein Jahr lang arbeite ich nun schon im Rettungsdienst. In dieser Zeit habe ich fachlich und menschlich sehr viel gelernt und manche dieser Dinge sind sogar für den privaten Hausgebrauch zu verwenden. Ich verzichte aber an dieser Stelle auf ein Résumé des letzten Jahres, da die Arbeit beim DRK ja nicht wirklich vorbei ist, also quasi kein Einschnitt in mein Leben entsteht, ich bin ja noch ein weiteres Jahr dabei.
Heute morgen endete also mein letzter Dienst als armer FSJler, der immer nur von seinen Kollegen fertig gemacht wird. Die 24 Stunden Schicht war sogar ein würdiges Ende. Angefangen mit meiner lieblings Notfall-Sorte, der Hypoglykämie über einen Herzinfarkt, dann das hier:

später dann noch das und Nachts dann noch zwei Fahrten, bei denen man sich nur noch an Kopp packen kann. War ein sehr bunt gemischter Dienst.
Morgen mach ich dann den gleichen Job, nur bin ich dann hauptamtlich und werde hoffentlich von meinen Kollegen mit ein bisschen mehr Respekt behandelt. :-P Außerdem gibts mehr Kohle dafür. XD
Die Androhung der Thoraxdrainage hat wohl auch Wirkung gezeigt, ich musste nämlich nicht nach Dodenau. Jetzt mach ich mich langsam mal fertig, treffe mich dann um 15 Uhr mit Niggo bei Mc und fahre mit ihm zum Sascha, wo Franzi bereits auf uns wartet und wir dann einen Film gucken, den dummerweise keiner hat. Mal sehen, wie das ausgeht!
1408
Geschrieben von Dr. Schönbach - 28.09.07 um 23:09 UhrIch habe mir gerade mitm Dome zusammen den Film Zimmer 1408 angeguckt. Das war eine ganz dumme Idee, weil ich ja nächste Woche auch für 8 Nächte in einem Hotel absteige. Wenn die mir an der Rezeption beim Einchecken dann nen Schlüssel mit entsprechender Zimmernummer in die Hand drücken, werde ich mich wortlos umdrehen, gehen und im Hilton absteigen, da gibt es außer Paris bestimmt keine Geister.
Zu dem Film müsste ich mal sagen: SO VERDAMMT GEIL! Der ist nur zu empfehlen und ich möchte, dass ihr euch den alle anguckt. Ihr könnt dann meinen Blog nur noch lesen, wenn ihr eine Frage zu Zimmer 1408 richtig beantwortet habt. Heisst für euch: Kinokarte kaufen, heisst für Sascha: Fang an das zu coden, ich kann das net…
Horido, in 8 Stunden fängt meine 24 Stunden Schicht in Laisa an. Wer auf den Gedanken kommt auf dem Discoabend in Dodenau umzukippen und mich deswegen vom Schlafen abzuhalten, bekommt ne Thoraxdrainage ohne Narkose gelegt.
Der Unterschied zwischen Franzi und Sascha
Geschrieben von Dr. Schönbach - 28.09.07 um 17:09 UhrFranzi schreibt:
“Chrissi ist [bald] in New York, was ich irgendwie supergeil finde und wo es derzeit sogar wärmer ist wie hier.”
Sascha schreibt:
“Chrissi, der Arsch, fliegt nach New York.”
Aha. Danke auch.
Achso, letztens stand ich mit meinem Auto an einem Briefkasten und wollte schnell nen Brief für meine Mum einwerfen. Plötzlich steht neben mir ein Typ, will mir nen Brief in die Hand drücken und fragt “Nehmen sie den auch noch mit?”. Ich war ja so kurz davor ihm die Fresse zu polieren, das glaubt ihr gar nicht.
Fortbildung 2007
Geschrieben von Dr. Schönbach - 28.09.07 um 16:09 UhrRettungsassistenten haben Notkompetenzen. Ich bin Rettungshelfer (ab 19. Oktober dann hoffentlich Rettungssanitäter) und habe solche Notkompetenzen nicht. Um die ging es aber bei der Fortbildung, die ich die letzten 5 Tage besucht habe.
Wenn der Sascha sich zum Beispiel statt 20 Einheiten 250 Einheiten Insulin in die Blutbahn kloppt und danach durchaus unterzuckert und bewusstlos am Boden liegt, man als Rettungsdienst da angetingelt kommt, aber der Notarzt aber so fasziniert von dem 2 Meter hohen Pappmaschee-Elefanten ist, dass er einfach nicht beikommt, dann kann der Rettungsassisten von seinen Notkompetenzen Gebrauch machen. Er darf dann Aufgaben des Arztes übernehmen, in diesem Fall dem Sascha ‘ne Stahlnadel in die Vene schieben und ihm lecker Glucose verabreichen, bis der Sascha die Augen aufmacht und sich fragt, wer da so um ihn rum steht.
Mit dem Beispiel wollte ich verdeutlichen, dass die Fortbildung im Grunde nutzlos für mich ist, ich verliere meine Notkompetenzen nicht, weil ich gar keine habe, aber ich bekomme sie trotz der bestandenen Prüfung (SCHALALALAAAAAAA!! SCHALALALALALALALAAAAAAA!!! XD ) auch nicht anerkannt. Für mich persönlich war es super, weil es zum einen Spass gemacht hat, zum anderen habe ich fachlich doch recht viel gelernt und da ich dort der Jüngste war, konnte ich einiges an Lebenserfahrung von den älteren Kollegen mitnehmen, hier ein paar Beispiele:
- Da ist es manchmal so, dass der 3te den ersten Satz außer Kraft setzt, der 4te ist nicht zu verstehen und der 5te stellt wieder alles in Frage.
- Es ist eine erstaunliche Tatsache, dass man auf älteren Bilder jünger aussieht.
- Es ist komisch, dass der Slogan von dem Telefonbuch Das Örtliche “Ohne Ö fehlt dir was.” ist, die URL aber mit oe geschrieben wird.
- “Schreit deine Frau auch so wenn sie kommt?” - “Ne, die hat nen Schlüssel.”
- Diese Sendung ist ne bekloppte Vergäudung von Satellitenfrequenzen.
- Man kann nichts schön reden, was nicht schön ist. - Aber man kanns doch wenigstens mal probieren.
- (Beim Mittagessen über den Fisch) Wie kann etwas, das so lange im Wasser geschwommen ist, so trocken sein?
Und im Gegensatz zu dem was mein Kollege und ich gestern Abend beim Megacode Training abgelegt habe, war das heute der absolute Super-GAU. Die wollten uns aber auch ärgern. Patient mit der Bradykardi (HF: <25) geht nach 10 Zyklen ins feine Kammerflimmer, nach Adrenalingabe ins grobe Kammerflimmern und nach der Defibrillation in eine ventrikuläre Tachykardi mit Puls. Liebe Leute ausm Rettungsdienst: Wenn ihr so einen Fall mal hattet, dann schreibt mir, ich glaube nicht, dass diese Kombination jemals auftritt. Aber wie gesagt, es hat Spass gemacht und ich freu mich schon auf die Fortbildung 2008.
Blumen für Franzi
Geschrieben von Dr. Schönbach - 27.09.07 um 23:09 UhrHier ein nettes Video, das während einem unserer !UN!regelmäßigen McTalk-Treffen entstanden ist:
Ach, was ich noch sagen wollte: Jens B. ist ein ganz, ganz fieses Pupsgesicht!
