Jahreswechsel
Geschrieben von Dr. Schönbach - 31.12.08 um 18:12 Uhr2008 war das beste Jahr, das ich je erlebt habe. Warum ist egal, ich mag jetzt keine einzelnen Punkte aufzählen, aber 2009 muss schon gewaltig was bieten, um das noch 6 Stunden andauernde Jahr zu schlagen
Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen, danke an alle, die in meiner Vergangenheit vorkommen und mir das Jahr verschönert haben, danke an alles was passiert ist. Und nein, ich werde um 00 Uhr keine SMS verschicken. Vielleicht an den Käpt’n, Doc und meine beste Freundin, aber das war es dann auch schon. Der Rest darf sich gedrückt und beglückwünscht fühlen!
Ansonsten haut rein Leute, bis die Tage.
Ich möchte bitte verhaftet werden.
Geschrieben von Dr. Schönbach - 28.12.08 um 20:12 UhrVom gestrigen Abend habe ich gelernt, dass man in Kleinwagen niemals von hinten nach vorne klettern sollte. Das kommt nicht gut. Vorallem, wenn man dann vorne auf dem Beifahrersitz sitzt, aber dummerweise entgegen der Fahrtrichtung. Alles etwas kompliziert. Alles aber sehr lustig.
Der Abend war eh irgendwie komisch. Genau wie Donnerstag. Donnerstag war eigentlich eine riesen Party bis morgens um 6 Uhr. Ich hatte selten solchen Spass, doch trotzdem geb ich dem Abend das Prädikat Ätzend. Und so war das gestern auch, nur dass ich irgendwann in Elsoff am Arsch der Welt vor ner Scheune stand und grad keine Ahnung hatte, was zum Teufel ich hier mache.
Wie dem auch sei, in letzter Zeit macht alles Spass, aber irgendwie auch nicht. Ganz komisch ist das, vorallem weil ich nie weiss, was ich dann wirklich von einem Abend halten soll. Das einzige was ich weiss, ist dass die Dirty Dolls n gutes Konzert hingelegt haben (mit Pddl am Schlagzeug beim letzten Lied) und dass die Working Class Heros ne echt gute Band sind. Und dass man von Jägermeister wohl wirklich einen Filmriss bekommt.
Mit der Überschrift hat das alles relativ wenig zu tun, da wurde ich von was anderem inspiriert.
In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Restsonntag, auf die neue Woche, Freunde!
Behind blue eyes.
Geschrieben von Dr. Schönbach - 27.12.08 um 21:12 UhrManchmal hab ich das Bedürfnis einfach zu schreiben was ich gerade denke. Doch das tu ich nicht. Aus Rücksicht auf andere Menschen oder deren Probleme oder einfach weil ich zu feige bin. Was auch immer es ist, ich schreibe es dann nicht. Ich wünschte ich würde es tun, damit andere Menschen, bzw. die die es betrifft, wissen was Sache ist
Seit fast 2 Jahren führe ich diesen Blog nun, schreibe oftmals was mich beschäftigt, aber in den letzten 12 Monaten habe ich nir wirklich über mein wahres Probelm berichtet. Ein Problem, was mich nicht schlafen lässt, was dafür verantwortlich ist, dass ich ein einer Traumwelt lebe und das mich keinen anderen Gedanken mehr fassen lässt.
Ich werde auch heute wieder nichts dazu schreiben, denn ich habe Angst vor dem was dann passieren wird. Ich weiss, “Scheiss drauf, solange es Spass macht”, aber manchmal ist es einfach besser Dinge für sich zu bahlten. Vorallem wenn man weiss, dass wenn man es ausspricht alles kaputt geht und nicht, wirklich nichts besser wird.
Ich weiss nicht wie lange ich noch damit leben will und kann. Ich hoffe, dass es irgendwann aufhört, aber so wie es in meiner Vorstellung ist, ist es einfach zu perfekt, als dass ich diesen Gedanken einfach loslassen könnte.
Villeicht noch ein Lied, dass mir gestern den Atem geraubt hat. 4 minuten und 33 Sekunden in denen alles was im letzten Jahr passiert ist, an meinen Augen vorbeizog. Mit Tränen in den Augen bin ich eingeschlafen. Und das nicht zum letzten Mal.
2008 - So war das nämlich
Geschrieben von Dr. Schönbach - 24.12.08 um 23:12 UhrDer Film des Jahres: Zwar ist mein Lieblingsfilm aus diesem Jahr nicht in diesem Jahr gedreht worden oder ins Kino gekommen, aber ich habe ihn 2008 zum ersten Mal gesehen. Mystery Science Theater 3000. Ein Film genau nach meinem Humor, dessen Sprüche sich auch tief in meinem Gehirn verankert haben. Ansonten tendiere ich zu High School Musical 3, den ich aber noch nicht gesehen hab, oder Madagascar 2, den ich aber auch noch nicht gesehen habe. In den letzten 2 Monaten hat sich ein gewaltiges Filmdefizit bei mir aufgebaut.
Die Party des Jahres: Zweifelsfrei bin ich nicht eingebildet oder von mir selbst eingenommen, aber in diesem Fall denke ich schon, dass ich der Beste bin. Mit meiner Gartenparty im Juli habe ich etwas legendäres geschaffen und es vergehen nur wenige Tage, an denen nicht nochmal auf diese Nacht eingegangen wird. Es kommen auch immernoch Menschen auf mich zu, die ich nicht kenne, aber im Vorbeigehen nochmal ihren Dank und ihr Lob aussprechen, denn sie waren auch Gäste. Aber ich muss auch den Discoabend in Röddenau, besser bekannt als Der Hirsch Rockt am 20. September zu den Superpartys des Jahres hinzuzählen. Ein Abend an den ich mich gerne erinnere.
Das Konzert des Jahres: Ich hab viel Musik in diesem Jahr live erleben dürfen. Das Ärzte Konzert in Homberg, Linkin Park und The Used in Düsseldorf, das Hurricane Festival, Fettes Brot in Würzburg, Peter Fox in Köln, die Dirty Dolls im Barrock, doch nichts war so geil wie das Open Flair Festival in Eschwege. Eines der schönsten Wochenenden in meinem Leben fand auf einem Acker statt. Mit Zelt und Dosenbier. Und eben auch Konzert. Wie viele Erinnerungen daran noch existieren ist nicht in Zahlen zu fassen und wie viel dort passiert ist, über das heute noch geredet und gelacht wird, kann man kaum aufzählen.
Das Essen des Jahres: Döner mit Joguhrtsauce. Ich möchte hier nicht das erwähnen, was am besten geschmeckt hat, oder was ich am meisten gegessen habe, sondern einfach einen leckeren Döner mit Joghurtsauce.
Die Band des Jahres: Das muss man in 2 Kategorien einteilen. Die beste Band des Jahres, die bereits einen Plattenvertrag besitzt ist Rise Against. Das neue Album ist der Dauerbrenner in meinem Auto und die Texte sind genial. Ich freue mich wie ein Kind bei der Einschulung auf das Konzert am 08. Februar. Das wird dann wohl Ende 2009 unter “Konzert des Jahres” nochmal erwähnt. Die beste Band 2008 ohne Plattenvertag sind dann die Dirty Dolls. Suburban Boy, Lost, Fuck the Bucks und wie immer auch Friends and Bricks und auch alle anderen Lieder haben sich in mein Leben integriert und ich freue mich immer aufs neue, wenn ich die “Dollys” live sehen kann. (Das nächste Mal übrigens am 27.12.2008 zusammen mit Working Class Heros im Barrock)
Die Tragödie des Jahres: Der Verlust meiner Casio EX-S 500 Digitalkamera. 2,5 Jahre hatte ich sie immer bei mir, jeden TAg, zu jeder Gelegenheit. fast 20000 Fotos habe ich mit ihr gemacht, bis sie den Geist aufgab. Nachdem sie schon ein Mal reperiert worde und auch die Garantie erloschen war, lohnte es sich nicht, noch mehr Geld in diese Kamera zu investieren. Trotzdem werde ich meine erste digitale Kamera nicht vergessen und ihr sicher nicht die unzähligen Fotos, die ich mit ihr gemacht und auf meine Seite gestellt habe. Am 13. März schoss sie das letzte Foto, dann versagt der Fokus und das Objektiv. Aber aus schlechten Dingen folgen auch ab und zu gute Dinge, so war der Verlust der Casio der ausschlaggebende Grund mit meine Canon EOS400D, besser bekannt als Emily zu kaufen, die mittlerweile einen neuen Blitz und ein neuen Objektiv - Polly - hat.
Der Erfolg des Jahres: Rauszufinden, was ich mit meinem Leben anfangen werde. Durch den Niggo erfuhr ich vom SAE Institut, an dem ich ab März Digital Film & Animation studieren werden. In der Domstadt Köln. Darüber bin ich sehr glücklich und freue mich auf diesen neuen Abschnitt meines Lebens.
Das Kleidungsstück des Jahres: Ich war am überlegen, ob ich diesen Punkt einfach auslasse, denn hey, was soll ich euch von irgendwelchen T-Shirts oder Hose erzählen. Doch dann fiel mir spontan Kleidung ein, die ich doch erwähnen möchte: Ein weisses Hemd und eine schwarze Krawatte. Das sind die Dinge, die meine Session-Fotos prägen. 2007 mit dem roten Regenschirm, 2008 die Fotos mit Anna in dieser netten Umgebung. Ein Fotoshooting, an das ich mich gerne erinnere und an das ich denke, wenn ich eins dieser Kleidungsstücke sehe.
Der Ort des Jahres: Die Praxis Dr. med. Johannes Schönbach, seit kurzem als Pddl’s Bude bekannt. Was hier für Partys gefeiert wurden ist unnormal, genau wie der Ablauf, die Sauerrei und der Alkoholkonsum. Und jedesmal war es ein wahres Erlebnis. Das Maximum wurde an einem Abend mit 22 “Patienten” erreicht und dem Aufbau des Pavillions, der uns vor Regen schützen sollte. Fotos aus diesem Raum dominieren mein Party-Bilder-Album und auch in der passenden StudiVZ Gruppe ist immer etwas los.
Das Buch des Jahres: Vor ca. 2 Jahren bekam ich eine E-Mail von Heidemarie Brosche, einer Autorin für Kinder und Jugenbücher. Sie wurde durch meinen Blog auf mich aufmerksam und bat mich, mir bei ihrem nächsten Projekt zu helfen. Sie wollte ein “Ratgeberbuch” für Eltern schreiben, deren Kinder nicht die besten in der Schule sind, in dem Tipps und eben auch Erfahrungsberichte stehen sollten, wie die Eltern mit so einer Situation umgehen sollten. Da auch meine schulische Laufbahn nicht so verlief, wie man es aus den Hochglanzprospekten kennt, fragt sie mich, ob ich Interesse hätte, so einen Erfahrungsbericht über meinen Werdegang zu schreiben. Das tat ich natürlich auch. Seit ca. einem halben Jahr ist dieses Buch nun unter dem Titel “Warum es nicht so schlimm ist, in der Schule schlecht zu sein” in jeden Buchhandel zu haben. Es erfüllt mich mit Stolz wenn ich dieses Buch sehe und ist wohl das beste Zeichen dafür, dass man mit dem amateurhaften rumgeblogge was erreichen kann.
Die Sensation des Jahres: Fuel to the Flames. AM 13. März fand bei mir eine Hausparty statt, 60 Minuten vorher vereinigten sich Scheddo (Bass), Pddl (Schlagzeug), Manu (Gitarre) und ich als Sänger zu einer Band. Es wurden 5 Lieder gecovert und einstudiert, dann gab es das erste Konzert. Seit dem ist viel passiert. Vans hat als 2. Gitarristin einen Platz bei uns gefunden, die Technik wurde etwas professioneller, die Instrumente und die Qualität der Band besser. Nun stehen wir mit 11 eigenen Lieder gerne auf der Bühne und sorgen für ne Menge Spass im Publikum. Melacholy Moments hat es in den Lieblingsliederliste vieler Leute geschafft und ich hätte nicht erwartet, dass ein Lied, dass ich selber singe, so wichtig für mich wird. Generell hätte ich nie erwartet, dass ich überhaupt in einer Band singen würde. Aber auch ich habe meinen Platz gefunden und ihn mir bequem gemacht. Ich habe mich im Vergleich zu den ersten Auftritten verbessert und anstatt Nervosität empfinde ich mittlerweile Spass auf der Bühne. Als nächste größere Aktion steht dann das Aufnehmen aller Lieder an. Nicht zu Hause am PC sondern professionell im Tonstudio. Es ist bisher alles nur eine frage des Geldes, aber bevor ich nach Köln ziehe, möchte ich gerne ein Album in der hand haben, auf dem ich zu hören bin und an dem ich mitgearbeitet habe.
Die Idee des Jahres: Die Idee ist schon älter, wirklich konkret passiert ist das alles aber erst vor ca. 4 Wochen: Pddl zieht bei mir ein. Seit der zweiten Klasse kenne ich den Typen jetzt und hätte wohl nie gedacht, dass wir irgendwann irgendwo zusammen wohnen werden. Seit 1. Dezember ist er hier bei mir zu Hause der Untermieter und es läuft fabelhaft. Meine Eltern hatte eh geplant die alte Wohnung von meiner Schwester zu vermieten und da ist mir doch der Pddl tausend Mal lieber als irgendein Mensch den ich nicht kenne. Ich freue mich schon auf die nächsten 2 Monate, die gleichzeitig wohl auch - vorerst - die letzten sind, in denen ich zu Hause bei Mama und Papa wohne und dass Pddl dabei sein wird.
Der Satz des Jahres: “Scheiss drauf solang’s Spass macht.” Mittlerweile habe ich es geschafft mir dieses Satz zu eigen zu machen und es auch so anzuwenden. Und das ist auch gut so, liebe Blogleserinnen und Blogleser. Denn meine Einstellung hat sich zu genau diesem Zitat geändert. Ich versuche das Leben zu geniessen, jeden einzelnen Moment und Kosequenzen sollten einen dabei nicht ausbremsen, wer weiss wie viel Zeit einem noch zum Leben bleibt.
Die Menschen des Jahres: Genau genommen alle. Ich danke allen Menschen die 2008 an meinem Leben teilgenommen haben, ob ich sie nur ein Mal gesehen habe oder quasi ihr siamesischer Zwilling war. Eigentlich wollte ich ein paar Leute, die mir besonders am Herzen liegen hervorhaben, aber nachdem ich 10 Zeilen geschrieben hatte, fiel mir auf, dass ich alle errwähnt hatte, die ich kenne. Jeder von euch ist mir auf seine ganz persönliche Weise und Art wichtig, fühlt euch also alle namentlich genannt und mit Blumen über schüttet!

Jetzt wünsch ich allen noch einen schönen Weihnachtsabend, 2 besinnliche und ruhige Feiertage und natürlich Glück, Gesundheit, Spass und was ihr sonst noch alles braucht.
Leute, haut rein, ihr seid spitze!
Zur Hölle mit den Hirths
Geschrieben von Dr. Schönbach - 21.12.08 um 18:12 UhrAm Donnerstag hatten wir uns extra etwas früher zur Probe getroffen, damit wir vor dem Auftritt noch ein letztes Mal genug Zeit hatten, um alle unsere Lieder zu spielen und die letzten Fehler zu beseitigen. Leider musste ich die Probe frühzeitig abbrechen. Wegen meinem Kopf unf meinem Hals. Mein Schädel dröhnte, meine Stimme war fast weg. Ich hatte gehofft, dass es bis zum Auftritt wieder gehen würde, doch gestern morgen wachte ich auf und bekam keinen Ton aus meinem Mund.
Den ganzen Tag ernährte ich mich von Tee, Gripostad und Vitamintabletten. Mein Hals wurde in einen Schal eingewickelt, um möglichst gute Heilungschancen bis zum Abend zu haben. Leider war ich auch immernoch heiser als die Band mit dem Intro fertig war und nun der Teil mit dem Singen anfangen sollte.
Gehen wir nochmal ein Stück zurück. Nachdem ich die Gesangsanlage aufgebaut und verkabelt hatte und der Soundcheck gelaufen war, hatten wir noch gut 1,5 Stunden bis der Einlass beginnen sollte. Um 20 Uhr kam die ersten Leute in den Handelshof und wir betrachteten unsere neue Zielgruppen, nennen wir sie mal Ü40. Gott sei Dank strömten bald darauf auch jüngere Menschen und viele Freunde in die Kneipe, um nicht nur uns sondern auch Reptilia und die Dirty Dolls zu sehen und vor allem zu hören. Gegen 22 Uhr gings los.
Wir alle kennen das Lied Friends and Bricks von den Dirty Dolls. Zumindest sollten wir es kennen, denn es ist eins der besten Lieder, die ich je gehört habe. Das sage ich nicht aus Sympathie, weil ich alle Bandmitglieder kenne und mag, sonder weil es aus objektiver Betrachtung einfach gut ist und allen gefällt. (Ihr könnt ja hier nochmal schnell reinhören.) Ich war bei der Entstehung dieses Liedes dabei, zumindest habe ich es in einer sehr frühen Phase seiner digitalen Existenz kennengelernt. Schon damals, als ich nachts 3 Stunden mit niggo vorm PC saß und wir relativ amateurhaft die einzelnen Spuren übereinandergelegt haben, war ich begeistert. Irgendwann bekam ich dann eine professionell abgemischt Version, genau genommen sogar 4 verschiedene, die in einem Tonstudio in Hamburg aufgenommen worden waren. Meine Begeisterung konnte ich nicht zurückhalten und es vergeht wohl kaum ein Tag an dem ich dieses Lied nicht höre. Ein Highlight bot sich dieses Jahr als die Dirty Dolls zu dritt im Klimperkasten auf der Bühne saßen, 2 Gitarren und die Percussions in der Hand hatten und eine akkustische Version ihres “Superhits” spielten. Mit Kanon und 2. Stimme. Gestern Abend erfüllte ich mir einen Traum. Ein Mal im Leben bei diesem Lied mitmachen. Eigentlich wollte ich immer Bass spielen, aber gestern nahm ich mir das 2. Mikrofon und sang die 2. Stimme. Man hat zwar nicht viel gehört, warscheinlich gar nichts, aber darum ging es mir nicht. Es ging mir darum ein Mal an diesem Lied mitzuwirken.
Zum Schluss spielten Flo und Mobe für uns noch ihre Zugabe “Nein, Danke!”, die unter den Menschen, die das Lied kennen mittlerweile Kultstatus hat. Niggo und ich begleiteten das Lied mit Schellenkranz und Kuhglocke.
Und da ich grad schon auf der Bühne stand, begann ich gleich mit dem Umbau für die nächste Band. Die, in der ich der Sänger bin, Fuel to the Flames. Meine Heiserkeit hatte immernoch nicht abgenommen und ich war voller Hoffnung, dass es nicht all zu schlimm wird. Alles Hoffen und Bangen hat geklappt. Im Großen und Ganzen war ich mit meiner Leistung zufrieden, mit der Leistung der Band sehr sogar. Es hat wahnsinnig Spass gemacht und ich habe jetzt schon Vorfreude auf den nächten Auftritt, Gott weiss wann der stattfindet.
Nachdem auch wir unsere Zugabe gespielt hatten, war Zeit für die Gastgeber des Abend. Reptilia, im eigentlichen Sinne eine Cover-Band bestritt den Abend mit zahlreichen guten Liedern, bei den man mitsingen / mitgrölen konnte, aber gaben auch ihr erstes eigenes Lied zum Besten, was mir wirklich gefallen hat, bitte mehr davon! Zwischendrin hat Alex den Satz, den ich hier als Titel verwende ins Mikrofon gebrüllt und alle schmunzeln lassen.
Alles auf das ich mich gefreut hatte, habe ich nun erlebt. Und es hat mich begeistert, zum Lachen gebracht, dafür gesorgt, dass es mir gut geht. Aber ein letzter Punkt, der den Abend legendär werden lässt muss noch erwähnt werden. Polly, mein neues Objektiv. Ich hab den ganzen Abend kräftig Fotos gemacht, die man mittlerweile sogar schon im StudiVZ begutachten kann. Das Leben in 10mm Superweitwinkel ist schön. Partys erst recht.
Als der Abbau weitesgehend erledigt war, zog es ein paar von uns noch nach Frankenberg ins Triton. Es gestaltete sich zwar als sehr schwierig von Viermünden über Schreufa nach Frankenberg zu kommen, doch konnten wir auch dieses Problem meistern. Ich hab es ohne Tontechnikerwissen geschafft die Anlage aufzubauen, da sollte das nicht das Problem sein. Trotz glatter Strassen und dämlichen Taxiunternehmen.
Allerdings ist Technik nicht immer so einfach. Manchmal kann sie einen in den Wahnsinn trieben oder wenigstens jemanden in einer Stunde um 20 Jahre altern lassen. So ging es wohl den Leuten vom Triton letzte Nacht, als die Anlage abschmierte und wir ne schlappe Stunde ohne Musik auskommen mussten. Viele Leute nutzen diese Gelegenheit, um zu gehen. Ich nicht, denn warum sollte es mich stören, wenn Musik, die ich nicht mag, plötzlich nicht mehr läuft? Im Gegenteil, ich fand das gar nicht so schlecht. Man konnte sich sehr gut unterhalten. Ist doch auch mal was neues. Ein Club in dem keine Musik läuft. Marktlücke? Wohl doch eher nicht.
Auf Grund der musiklosen 60 Minuten hat die Veranstaltungsleitung die Musik dann bis halb 6 laufen lassen. Viel war nicht mehr los, aber es waren noch genug nette Menschen da.
Der Abend oder eher die Nacht endete an der ARAL Tankstelle in der Röddenauerstrasse. Zu fünft standen wir… Nein, 4 Standen, eine saß an die Zapfsäule geleht auf dem Gegenfahrschutz. Es gab Dosenbier und Käsebrötchen. Und wieder einmal mussten wir feststellen, dass Frankenberger Taxiunternehmen nicht zu gebrauchen sind. Nicht mal für eine Monstertruckshow, bei der sie im Prinzip nur da stehen und sich von einem wesentlich größeren Fahrzeug plattfahren lassen müssten.
Kleiner Exkurs zu den Frankenberger Taxis:
Wenn ein Taxi an einem vorbeifährt und man den Arm hebt, bewirkt das nichts. Man muss grundsätzlich reservieren und vor 30 Minuten Anlaufphase geht da schonmal gar nicht. Auch leere Taxis werden euch niemals einfach so mitnehmen. Nein, ich braucht die Nummer und ein Handy. Dann spielt ihr ein altes Acarde-Spiel: Benutze Nummer mit Handy. Guybrush Threepwood würde in verpixelter Schrift “Das ist sinnlos!” von sich geben. Aber auch wenn man jemanden erreicht und bereit ist eine Stunde in der Kälte zu stehen und zu warten, heisst es noch lange nicht, dass das Taxi dann auch wirklich kommt. Der Fahrer hat bestimmt irgendwas bessere zu tun. Oder eine Gruppe zu fahrne, die in der Quantitätder eigenen überlegen ist und somit mehr Geld abspringt, ob Trinkgeld oder weil nicht alle in das gleich Kaff wollen oder weil die sich besser abzocken lassen, was weiss ich. Im Grunde kommt es aufs gleiche raus: Kein Taxi für einen selbst.
Von nun an werde ich mich daruf konzentrieren das Taxi als letztes Mittel der Wahl zu betrachten, noch nach dem Heimlaufen. Für mich ist das ja nur wegen den Temperaturen ein Problem und weil andere zu fertig bzw. zu luftig dafür angezogen waren. Ansonsten macht mir das ja eh nichts aus.
Anstatt also zu Laufen verbrachten wir eine Stunde an der Tankstelle. Irgendwann kümmerte es uns auch gar nicht mehr, wie wir heim kommen sollten, denn es war einfach zu lustig. Fleischwurstfresse und die Kassierin, die uns verarscht hat. Dome, der dann seinen Dad anrief. Und natürlich die anderen Menschen, die die Tankstelle besuchten.
Schlussendlich sammelte uns Domes Vater ein und fuhr uns nach Hause. Um 7 Uhr endete eine lange und sehr lustige Nacht. Verabschieden möchte ich mich mit einer Textpassage aus einem Lied, was mir sehr gut gefällt und für gute Laune sorgt, hauptsächlich aber, weil es einfach auf die ganze letzte Zeit zutrifft.
I’m rocking all day long
That’s a monday in the sun
The same pictures every year
Watching girls an drinking beer
It’s a aparadise on earth
Nobody’s getting on my nerves
Welcome to the Party!
Welcome to the Party by Fuel to the Flames
