Geschehnisse, Geschehnisse
Geschrieben von Dr. Schönbach - 13.11.09 um 01:11 UhrIch wollte ja schon seit langem mal wieder was schreiben und es gab auch genug, über das ich berichten hätte können, also packen wir das alles mal schön kompakt in einem Eintrag zusammen.
Das definitive Highlight der letzten Tage war das Rise Against Konzert in Offenbach. Warum nicht Düsseldorf, was doch viel näher an Köln ist? Ganz einfach: Nach Offenbach wollten noch andere Freunde unter anderem der Olli und mit dem auf nem Rise Against Konzert zu sein ist einfach deluxe. Ich hab ihn zwar nur am Anfang, kurz zwischendrin und dann am Ende gesehen, aber who cares, die Playlist hat das alles locker wett gemacht!
Ich hab die Band jetzt schon 3 mal live gesehen, aber kein Konzert, generell kein Konzert von keiner Band war so geil, wie das vergangenen Sonntag in der Stadthalle Offenbach. Die Vorbands waren meiner Ansicht nach net so der Hammer, dafür war der Spass und die Stimmung auf einem exorbitalen Niveau. Los gings mit Collaps, zwischendrin wurden andere gute Lieder, wie The Good Left Undone, Savior, Dancing for Rain und andere Songs gespielt, die ich live teils noch nie gesehen hatte. Der Höhepunkt für mich war aber der Moment in dem Tim McIlrath mit ner Gitarre auf der Bühne steht und ins Mikro sagt: “The next Song is called Paper Wings.”
Wegen dem Lied habe ich angefangen Rise Against zu hören. Wegen dem Lied habe ich eine Band kennen gelernt, die seit Jahren meine Lieblingsband ist, die aus meiner Top25 iPod Liste nicht mehr wegzudenken ist, weil verdammt gute Texte - teilweise könnte man sagen meine Gedanken - hier mit verdammt guter Musik kombiniert werden. Und dann spielen sie dieses Lied, auf das ich beim Hurricane Festival 2008, als ich sie das erste mal gesehen hatte und beim Konzert im Februar gewartet hatte. Keine Frage, da gings ab. Und ich hatte mir so gehofft den Olli in meiner Nähe zu erblicken, denn ich wusste das er und ich in dem Moment die zwei Menschen mit der superbesten Laune in der ganzen Halle waren. Gesehen hab ich ihn dann kurz vorm Solo, als er crowdsurfend über mich hinweggereicht wurde. Daraufhin hab ich mich umgedreht, hab mich hochheben lassen und bin hinterher. Quasi direkt in die Arme der Security, das ganze Konzert hab ich nämlich von einer der ersten Reihen aus beobachtet.
Hier noch kurz ein Ausschnitt, der war bei YouTube das vernünftigste Material, das ich finden konnte. Blood Red, White and Blue mit einem nahtlosen Übergang zu Prayer of the Refugee.
Weiter ging es am Mittwoch mit ner Weckaktion vom Alex morgens um 8, der mir verklickerte, dass ich mich jetzt unbedingt betrunken mit ihm am Hauptbahnhof treffen muss und dann wird gefeiert. 11.11.09 = Karneval. Bekommt man ja in Frankenberg nix von mit. Nur vom Rosenmontag und dem ganzen anderen Zeug, aber hier in Köln ist einen Tag vor meinem Geburstag übelst die Hölle los. 70.000 Leute am Heumarkt, alles voll, die Leute noch mehr.
Aufstehen, Duschen, Toast essen, halbe Flasche Vodka reinknallen, während man zum Bahnhof läuft und dann mit den anderen ins Früh-Brauhaus, n lecker Kölsch trinken. (Bitte bemerkt die Irnoie in diesem Satz.) Das ist ein prima Rezept um relativ früh morgens auf dem kalten Heumarkt volltrunken aufzuschlagen. Wirklich lange hab ich da net mitgemacht. Ich hab mir dann lieber schnell n Fässchen Kölsch geklaut, was da auf nem Stromkasten rumstand und zu zweit sind Fässchen und ich dann gemütlich durch die Stadt richtung Wohnung geschlendert. Zwischendrin haben wir ein paar Passanten die Gläser wieder aufgefüllt und andere lustige Sachen gemacht, die ich euch hier bebildert zeigen möchte.

Fässchen und ich im Skatepark um die Ecke

Fäasschen holt uns einen Parkschein, das kostet sonst 30 Euro und so viel Geld haben wir nicht. =/

OH NEIN!!!! Fässchen will sich überfahren lassen, ich muss es retten!

Fässchen will sich ein T-Shirt drucken lassen mit der Aufschrift “Ich wurde gerettet!”

Fässchen fährt gerne Aufzug.

Fässchen ist gut zu Hause angekommen.
Die nächste größere Aktion war dann mein Geburtstag, mittlerweile muss man ja sagen er war gestern. 24 Jahre bin ich jetzt alt. Das sind verdammt viele Jahre. Ging mir alles irgendwie viel zu schnell und in meinem Kopf bin ich ja auch irgendwo von der Art her bei 17 oder 18 stehen geblieben. Es schockt mich jedesmal, wenn einer fragt wie alt ich bin und ich realisiere, dass ich fast ein viertel Jahrhundert schon unter den Lebenden verbracht habe.
Wirklich spannend hat sich der Tag nicht gestaltet. Nett reingefeiert, heute mal am SAE gewesen und mit ein paar Leuten ein Bier getrunken, abends noch ein bisschen gechattet und dann wie jedes Jahr eine nette Parkbank gesucht und drüber nachgedacht, wie das letzte Jahr so war.
Im Großen und Ganzen und darum geht es dabei eigentlich nur, bin ich ganz zufrieden mit dem was passiert ist. Und es ist eben ne Menge passiert, wenn man alleine mal den Umzug nach Köln und den Beginn des Studiums erwähnt. Ansonsten waren es tolles Partys, super Unterhaltungen, viel Spass, ne Menge Alkohol und viele andere Dinge, die mich beschäftigt und die das Jahr geprägt haben. Zwar sind auch Ding passiert, über die ich anfangs nicht so glücklich war, aber irgendwie hat sich doch alles zum Besten gewendet.
Jetzt kann das 25 Lebensjahr beginnen, ich bin gespannt, wie es wird.
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